Heute komme ich endlich mal dazu, wieder ein bisschen was in diesen Blog zu schreiben. Nachdem ich nach unserem Rom-Urlaub erstmal eine Woche kräftig nacharbeiten musste, was sich alles in dieser Zeit angestaut hatte, habe ich diese Woche etwas mehr Zeit und kann dann auch hoffentlich bald mal den Bericht über den Nachtzug schreiben.
Jetzt aber erstmal etwas dazu, wie gut eigentlich das viele Rumlaufen in Rom gewesen ist.
Wir waren jeden Tag mindestens 12.000 Schritte, meist einige tausend mehr unterwegs. Das hat man nach dieser einen Woche schon richtig bemerkt. So von wegen etwas strafferer Bauch und so.
Kaum dass wir zu Hause waren, trudelte mir aus einem Gute-Neuigkeiten-Newsletter eine Studie in die Mailbox, wie gesund es ist, jeden Tag viele, viele Schritte zu machen. Und zwar auch für die kognitive Leistungsfähigkeit, nicht einfach nur die körperliche Fitness.
Deshalb habe ich mir vorgenommen, es ein bisschen mehr wie Oma zu halten, die schon seit Beginn ihrer Rente jeden Tag mindestens zehntausend Schritte einfach draußen herumlaufen will. (Oder sechstausend? Irgendwann hat sie da mal ein Update der Empfehlungen gelesen…) Praktischerweise bringt sie dann meistens auch Einkäufe mit, aber sie macht das auch einfach als Spaziergang, ohne diesen extra Nutzen.
Wobei auch dieser Nutzen, also diese Nutzlast auf dem Rücken, vermutlich ebenso zusätzliche Gesundheitseffekte hat. Gestern habe ich den Weg zum Aldi in Büdesheim gemacht (im Nachbarort). Und was lag da im Regal? Gewichtswesten!

Eine Art Geschirr, das man sich beim Sport Machen anziehen soll, um einen besseren Trainingseffekt zu haben. Da denke ich mir doch: Einfach zum Einkaufen laufen statt fahren, mit Rucksack auf dem Rücken, ist da irgendwie das sinnvollere Gewichte-durch-die-Gegend-Tragen.
Mit knapp 10 Kilo auf dem Rücken bin ich also gestern 2 Kilometer (2633 Schritte laut Schrittzähler-Handy-App) gelaufen. Auf dem Heimweg wohl gemerkt, also waren es eigentlich doppelt so viele Schritte, wenn auch auf dem Hinweg ohne Gewicht im Rucksack.
Mal sehen, wie gut ich so eine tägliche Extrabewegung weiterhin durchhalte. Wenn die Arbeit wieder mehr wird oder andere Dinge viel Bildschirmarbeit erfordern, dann ist sowas immer schwierig unterzukriegen im Tag. Für die oben genannte Laufstrecke habe ich für Hin- und Rückweg immerhin knapp 50 Minuten gebraucht (reine Geh-Zeit). Und wenn Oma wieder da ist und der Extra-Nutzen „Einkauf erledigen“ größtenteils wegfällt, bin ich bestimmt oft zu faul.
Rumlaufen ist zwar gesund, aber ich brauche dafür dann doch meist mehr als das als Grund. Was ist es doch für ein Segen, wenn man für sich für normale Alltagswege ein Auto prinzipiell ausgeschlossen hat!


