Auf nach Rom! (Mit dem Nachtzug – hoffentlich)

Dieses Jahr wollten wir als Familienurlaub mal was anderes machen als unsere übliche Reise (mit Zug und Fähre) auf eine Nordseeinsel. Die Wahl fiel auf Rom. In der Hoffnung, dass diese Stadt auch Kind 2 einigermaßen begeistern würde, wegen Latein und Asterix und so.

Mit dem Zug nach Rom?

Natürlich sollte es wieder möglichst klimafreundlich ablaufen. Im Internet fanden wir eine toll klingende Möglichkeit: Einen Nachtzug! Ein komfortables Angebot der Österreichischen Bundesbahn, ohne Umsteigen von München nach Rom von 20 Uhr abends bis 10 Uhr morgens. Zwar relativ teuer, aber das war es uns wert in der Hoffnung darauf, tatsächlich im Zug schlafen zu können. Es gab sogar kleine Kabinen mit eigenem Klo, quasi ein Mini-Hotelzimmer auf Rädern. so gesehen ist der Preis, der nicht mit dem von Flugtickets mithalten kann, dann doch wieder nicht so überteuert wie er zunächst klingt. Wir sind gespannt, wie die Fahrt tatsächlich wird … 

Buchung mit Hindernissen

Eines jedoch machte die Sache wieder ziemlich stressig im Vorfeld. Im Gegensatz zu Pauschalurlauben oder Flugreisen, konnte man diesen Nachtzug erst ein knappes halbes Jahr vorher buchen und es sah so aus, als wären die verfügbaren Tickets immer sehr schnell ausverkauft. So mussten wir schon fürs Buchen der Fahrt einen Wecker stellen, um rechtzeitig Tickets zu ergattern, so ähnlich wie man es dann leider inzwischen auch für so gut wie jede Sehenswürdigkeit in Rom machen muss. 

Die Bahntickets für unseren eigentlich geplanten Slot zu Beginn der Sommerferien tauchten allerdings nicht auf, auch Tage später nicht. Irgendwann war klar, dass es in Italien im Sommer Bauarbeiten an den Strecken gibt und deshalb der Nachtzug ausfällt. Also mussten wir umplanen und notgedrungen eine Woche in den Herbstferien dafür freischaufeln – eine Zeit in der ich eigentlich an der Uni zu viel zu tun habe, um in den Urlaub zu fahren. Naja, vom Wetter her ist es immerhin die bessere Zeit, in Rom zu sein. So fing das Warten und Hoffen auf Zugtickets wieder von vorne an. Als diese endlich freigeschaltet wurden, hatten wir Glück und haben zwei Zweierkabinen ergattert. Uff! Erst Hürde gemeistert. Nach der passenden Hotelbuchung konnten wir uns dann erstmal eine Weile einfach auf die Reise freuen. 

Schrecken zwischendurch

Dann erreichte uns eine SMS der ÖBB: Der Nachtzug könne so nicht fahren, wir müssten stattdessen ab einem Halt in Slowenien und mit diversen Bummelzügen und Umstiegen und mehreren Stunden längerer Reisezeit herumschlagen. Nach dem ersten Schock wunderte sich Schatz dann doch darüber, weil unsere Strecke eigentlich gar nicht durch Slowenien, sondern nur knapp daran vorbei führt. Wir riefen bei der ÖBB an, bei der man löblicherweise und im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen heutzutage noch gut jemanden Kompetentes ans Telefon bekommt, und erfuhren zu unserer Erleichterung, dass unsere Zugstrecke tatsächlich nicht betroffen ist. Warum wir die SMS bekommen haben, war dem ÖBB-Mitarbeiter auch schleierhaft. Seitdem ist unsere Vorfreude mit einer gewissen ängstlichen Spannung gewürzt, ob es denn nun die gemütliche und komfortable Mini-Hotel-auf-Rädern-Anreisenacht werden wird oder eher ein anstrengender nächtlicher Roadtrip. 

Toitoitoi

Wir sind gerade im ICE nach München und bisher sieht noch alles gut aus. 

„Cycling Cities“ im KiKuBi

Heute Abend gibt’s einen Film im Binger Kino, in dem besonders fahrradfreundliche Städte gezeigt werden. Und danach gibt’s ein Gespräch über den Film und Folgerungen daraus für Bingen – auch Vertreter*innen der Stadt Bingen sind eingeladen. Viel zu lernen und abzugucken hätte unser Bingen ja eindeutig …

Und auch in diesem Film, in dem es eher um große Städte geht, wird wohl deutlich, „dass es für eine bessere Radinfrastruktur nicht an Platz mangelt, sondern oft am politischen Willen.“

(Hab leider recht spät dran gedacht, dass das eigentlich auch was für diesen Blog wäre 😅)

Schon cool, sich von unzähligen Fremden von A nach B bringen lassen zu können

Kind 1 hat sich vor kurzem bei einer Fahrschule angemeldet – sehr zum Stolz und zur Freude vom Auto-Opa, dass aus dem Kind trotz dieser Auto-Verzichts-Eltern noch was wird.

Ein Freund von Kind 1 hält das anders…

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Places Made for Walking

Nicht nur unsere Körper sind made for walking, auch Orte und Veranstaltungen können das sein.

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Einkauf mit Fischaugeneffekt

Habe heute meine neue Brille nochmal einstellen lassen. Fühle mich wie in einen schlechten uralt-3D-Egoshooter teleportiert: Bei jeder Bewegung, jeder Blickänderung verzerrt sich alles, wie durch ein heftiges Fischaugenglas. Traue mich so nicht aufs Fahrrad. Aber wie immer, bei einem sonstigen Gang an einem Geschäft vorbei, habe ich nebenher den Rucksack mit Zeug vollgeladen, wovon wir eh immer Vorräte da haben wollen. Konserven etc. Und so komme ich meist geschwitzt nach Hause. Aber Laufen mit einem gewissen Gewicht im Rucksack soll ja sehr gesund sein…

Fußwege und ihre Nutzungsbreite

Zum diesjährigen Frühlingsbasar hatten wir eine Menge zu verkaufen, es wurden diesmal zwei volle große Umzugskartons. Das war zu viel für meinen Fahrradanhänger …

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ÖPNV mit Terminen – ziemlich unpraktikabel

Letzte Woche fuhr ich mal wieder Zug auf meiner üblichen Strecke – was mit so viel Wartezeit einherging, dass auf diese Art endlich mal wieder ein paar Artikel für diesen Blog entstanden …

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Sommerurlaub ohne Auto

Wir waren dieses Jahr endlich mal wieder auf einer der Nordseeinseln – unser Familien-Lieblingsurlaub. Natürlich ohne Auto. Besonders angenehm dort, abgesehen von Dünen und Meer, Sandburgenbauen und Wellenspringen: Auf den autofreien Inseln fühlt man sich als Familie ohne Auto nicht wie komische Sonderlinge.

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Brötchenholen

Fangen wir die Serie zum Thema Einkaufen ohne Auto mit einer vermeintlich einfachen Sache an.

Beim Brötchenholen ist zumindest nichts Schweres zu tragen…

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Wird man ohne Auto nicht zum totalen Außenseiter?

Die meisten Stimmen bei meiner kleinen Neujahrsumfrage wünschten sich, etwas darüber zu lesen, ob man ohne Auto zum Außenseiter wird. (Jedenfalls zuerst. Inzwischen hat die Infrastruktur fürs Radeln und Zu-Fuß-Gehen aufgeholt – die kommt dann als nächstes dran.)

Vielen Dank an alle, bisher mitgemacht haben! 🥰 (Die Umfrage läuft weiter, ihr könnt euch gerne jederzeit noch Themen wünschen – dort oder per Mail oder per Kommentar unter einem Beitrag. 😉)

Also: Wird man ohne Auto zum Außenseiter?

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