Letzte Woche fuhr ich mal wieder Zug auf meiner üblichen Strecke – was mit so viel Wartezeit einherging, dass auf diese Art endlich mal wieder ein paar Artikel für diesen Blog entstanden …
Pendeln zwischen Bingen und Mainz ist nach wie vor sehr unzuverlässig – wie gefühlt überall in Deutschland. Es war diesmal etwas besser als die zwei Male vor einigen Wochen, wo ich für einen üblichen Weg, für den ich früher inklusive Fußwegen und Puffer eine gute Stunde eingeplant hatte, jeweils um die drei Stunden brauchte – und es so zu einem Termin nur sehr abgesetzt schaffte, zu dem anderen nur 30 Minuten verspätet.
Unter solchen Umständen kann man niemandem, erst recht niemandem mit Terminen, verübeln, nicht die Öffis zu nutzen. Hoffentlich wird das wirklich nach all den geplanten Baustellen endlich wieder besser!
Ein bisschen besser war es ja heute schon, mein Zug auf dem Hinweg hatte „nur“ ca. eine Viertelstunde Verspätung (bei 20 Minuten Gesamtfahrtzeit). Der auf dem Rückweg versackte in Gaulsheim wegen einer kaputten Weiche. Nach 30 Minuten gab es immerhin eine Durchsage mit der Empfehlung, man könne alternativ bis Bingen den Bus nehmen, der nun wahrscheinlch abfahre.
Ich wünsche mir eine Bahn zurück, über die wieder Sprüche gelten wie „pünktlich wie die Eisenbahn“ oder „wir fahren bei jedem Wetter“.
Was Positives zum Schluss: Beim Rausgucken fielen mir die vielen Solaranlagen auf den Dächern neben der Strecke auf. Ein Mut machender Anblick. Wobei noch immer deutlich mehr Dächer keine haben. Ministerin Reiche sollte sich angesichts unserer geopolitischen Abhängigkeiten lieber mal für den schnellstmöglichen Ausbau der Erneuerbaren (und dazu gehörig der Speicher, Netze, Smartmeter und entsprechend aufgestellter Netzbetreiber und Stromversorger) kümmern, statt die Energiewende auszubremsen.


