Nicht nur unsere Körper sind made for walking, auch Orte und Veranstaltungen können das sein.
Als die Pläne für all die Baustellen mit dem erwartbaren Verkehrschaos und dem Wegfall vieler Parkplätze in Bingerbrück gemacht wurden, gab es Unkenrufe, dass dann das ZwoZwo, das schöne neue Stadtteilzentrum, völlig verwaisen würde. Bei den dortigen Veranstaltungen würden die Besucherzahlen einbrechen.
Inzwischen sind schon seit einiger Zeit die meisten Parkplätze direkt am ZwoZwo weg, und vor kurzem ist auch der Baustellenbereich an der B9 Ortsdurchfahrt an dieser Kreuzung angekommen. Doch zumindest dem ehrenamtlichen Mittwochs-Café im ZwoZwo hat das nicht geschadet. Oma engagiert sich dort regelmäßig und hat erzählt, dass es weiterhin gleichbleibend gut besucht ist.
Auch der Flohmarkt des Stadtteilvereins war ein richtig schönes Frühlingsevent. Gefühlt war über den Tag hinweg viel los.
Ob es mehr gewesen wäre, wenn es am Platz noch genauso viele Parkplätze gegeben hätte – wer weiß. Wir hätten auf jeden Fall nicht so viel Platz für den Markt gehabt.
So waren alle Stand-Anbieter angehalten, nur zu Beginn und Ende zum Aufbau und Abbau mit ihren Autos kurz auf den wenigen Parkplätzen zu halten. Und so haben sich einige Leute, mit denen ich an dem Tag geredet habe, gefreut, dass es ein „echter“ Flohmarkt von Einheimischen war, ohne kommerzielle Händler von sonstwo.
Ich habe unser Zeug mit Hilfe von Schatz und Kind 2 zu Fuß hintragen können, hatte aber auch das Glück, mir einen Tisch mit einer Freundin teilen zu können, die direkt neben dem Platz wohnt.
Auch unsere allfrühjährliche Pflanzentauschbörse habe ich relativ kurzfristig wieder organisiert und auch dafür alles zu Fuß hingebracht (hinbringen lassen 🥰). Natürlich nicht, ohne ein kleines bisschen Klima-Aktivismus auch dort unterzubringen.
Alle, die ich gegen Ende sprach, waren sich einig, dass diese Veranstaltung sehr gelungen war, und dass wir versuchen sollten, sie im nächsten Jahr zu wiederholen.
Gute Nachrichten! Vielleicht können positive Erfahrungen mit weniger Auto-Infrastruktur ja so manchem die Angst vor mehr Fußgänger-Stadt nehmen.





