Places Made for Walking

Der rötlich gepflasterte neue Platz vor dem Stadtteilzentrum, umrahmt von Bäumen.

Nicht nur unsere Körper sind made for walking, auch Orte und Veranstaltungen können das sein.

Als die Pläne für all die Baustellen mit dem erwartbaren Verkehrschaos und dem Wegfall vieler Parkplätze in Bingerbrück gemacht wurden, gab es Unkenrufe, dass dann das ZwoZwo, das schöne neue Stadtteilzentrum, völlig verwaisen würde. Bei den dortigen Veranstaltungen würden die Besucherzahlen einbrechen.

Inzwischen sind schon seit einiger Zeit die meisten Parkplätze direkt am ZwoZwo weg, und vor kurzem ist auch der Baustellenbereich an der B9 Ortsdurchfahrt an dieser Kreuzung angekommen. Doch zumindest dem ehrenamtlichen Mittwochs-Café im ZwoZwo hat das nicht geschadet. Oma engagiert sich dort regelmäßig und hat erzählt, dass es weiterhin gleichbleibend gut besucht ist.

Der Platz vor dem Stadtteilzentrum, gefüllt mit den Flohmarktständen und ersten Besuchern.

Auch der Flohmarkt des Stadtteilvereins war ein richtig schönes Frühlingsevent. Gefühlt war über den Tag hinweg viel los.

Ob es mehr gewesen wäre, wenn es am Platz noch genauso viele Parkplätze gegeben hätte – wer weiß. Wir hätten auf jeden Fall nicht so viel Platz für den Markt gehabt.

So waren alle Stand-Anbieter angehalten, nur zu Beginn und Ende zum Aufbau und Abbau mit ihren Autos kurz auf den wenigen Parkplätzen zu halten. Und so haben sich einige Leute, mit denen ich an dem Tag geredet habe, gefreut, dass es ein „echter“ Flohmarkt von Einheimischen war, ohne kommerzielle Händler von sonstwo.

Ich habe unser Zeug mit Hilfe von Schatz und Kind 2 zu Fuß hintragen können, hatte aber auch das Glück, mir einen Tisch mit einer Freundin teilen zu können, die direkt neben dem Platz wohnt.

Auch unsere allfrühjährliche Pflanzentauschbörse habe ich relativ kurzfristig wieder organisiert und auch dafür alles zu Fuß hingebracht (hinbringen lassen 🥰). Natürlich nicht, ohne ein kleines bisschen Klima-Aktivismus auch dort unterzubringen.

Verschiedene Pflanzen stehen auf einem Stück breiter Mauer, am Bildrand Leute, die die Pflanzen begutachten, im Hintergrund eine große Papp-Sonnenblume mit dem Schild "Pflanzentauschbörse", Bäume und parkende Autos.
Die Pflanzentauschbörse mit schon vielen verschiedenen dort zum Verschenken angebotenen Pflanzensorten, im Hintergrund meine gute alte große Papp-Sonnenblume, die ich vor Jahren schon für die erste Pflanzentauschbörse des Stadtteilvereins gebastelt und bemalt habe.
Junge Chilipflanzen auf einer Fensterbank, dahinter das sonnenbeleuchtete Bingen, die Pflanzen stehen in gebastelten Papierschachteln, daneben Aufstellschilder und bunt bemalte Steine.
Vorbereitung für die Pflanzentuschbörse: ein bisschen Werbung für Scientists for Future BIngen und zwei lokale Signal-Gruppen zum Pflanzen und Dinge Tauschen und Verschenken. Meine Chilis zum Verschenken bekamen Papiertöpfchen mit dem Aufdruck „I like my chilis hot – not my planet“

Alle, die ich gegen Ende sprach, waren sich einig, dass diese Veranstaltung sehr gelungen war, und dass wir versuchen sollten, sie im nächsten Jahr zu wiederholen.

Gute Nachrichten! Vielleicht können positive Erfahrungen mit weniger Auto-Infrastruktur ja so manchem die Angst vor mehr Fußgänger-Stadt nehmen.

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