Zu Fuß ins Schwimmbad: Erst Schwitzen, dann Schwimmen …

3 Kinder mit Schwimmausrüstung auf dem Fußweg ins Schwimmbad

Unser Naturbad – eine Perle von einem Schwimmbad, mit chlorfreiem Wasser, Teich-Feeling, einer grandiosen Aussicht – liegt oberhalb von Bingerbrück. Dieser erhöhten Position verdankt es einerseits natürlich seine malerische Lage. Andererseits führt das dazu, dass die meisten Leute, auch die, die in Bingerbrück wohnen, nicht zu Fuß zum Schwimmbad gehen, sondern mit dem Auto hinfahren. Familie Autofrei macht das natürlich anders:

Sich schwitzend bergauf schleppen …

Dass viele für diesen Weg das Auto nehmen, finde ich einerseits verständlich. Man geht ja am liebsten im Sommer ins Freibad, also wenn es möglichst heiß ist. Und unter diesen Bedingungen sich selbst samt Badetasche die von unserem Haus aus gemessenen ca. 100 Höhenmeter hinauf zu schaffen ist schon anstrengend.

(Die Google Maps Route sagt 91 Höhenmeter. Mit peinlich berührtem Schrecken habe ich eben feststellen müssen, dass dort diese Strecke als „größtenteils flach“ bezeichnet wird! 😅)

Naja. Wir kommen normalerweise mit ordentlich Schweißperlen auf der Nase da oben an.

Bei so manchen Wegen, die man zurückzulegen hat, ist so etwas ziemlich unpraktisch. Auf einer Feier oder einem beruflichen Termin oder auch nur bei Freunden zu Besuch muss man sich schon etwas einfallen lassen, damit man nicht durchgeschwitzt und mit rotem Gesicht vor der Türe steht. (Leider neige ich dazu ziemlich schnell ein ziemlich rotes Gesicht zu bekommen, wenn ich mich auch nur ein wenig sportlich betätige.) Aber ich finde, bei einem Schwimmbadbesuch stört so etwas überhaupt nicht.

… und dann ab ins kalte Nass!

Im Gegenteil: Mit jedem Schritt, den wir uns in der Hitze den Berg hoch kämpfen, wird die Vorfreude auf das kühle Nass größer. Nicht, dass ich auf dem Weg nach oben nicht jedes Bisschen Schattenwurf von den Häusern ausnutzen würde und meist als Langsamste hinter den Kindern her getrottet komme. Aber wenn der Weg geschafft ist, ist das Schwimmen, Planschen oder auch nur auf der Liegewiese Entspannen gleich doppelt so schön.

Aber vielleicht scheuen die meisten auch gar nicht so sehr die Anstrengung. Vielleicht ist es – wie so oft – eine Frage der Zeit. Wie schafft man es, in den vollgepressten Tag irgendwie auch noch die zusätzliche Zeit für den Fußweg zum Schwimmbad unterzukriegen? (Zu dem Thema schreibe ich ganz bestimmt mal einen eigenen Artikel.)

Wie ist das bei Euch? Was hält Euch am meisten davon ab, Euch zu Fuß statt mit dem Auto zu einem (zu Fuß eigentlich erreichbaren) Ziel zu bewegen?

2 Gedanken zu „Zu Fuß ins Schwimmbad: Erst Schwitzen, dann Schwimmen …“

  1. Es gibt so viele Gründe (oder Ausreden?): Schlechtes Wetter, Zeitdruck, Bewegungsangst 🙂 oder das Gewicht des zu transportierenden Einkaufs. Wenn du kein Auto hast, brauchst du dich nicht zu entscheiden, das ist ein ganz enormer Vorteil. Ich habe zwei Wohnsitze, einen mit und einen ohne Auto. Da merke ich diesen Unterschied ganz deutlich. Wenn das Auto vor der Tür steht, ruft es immer: Fahr mich spazieren!

    1. Oh ja, da hast Du so recht. Das ist der Hauptgrund, warum wir uns entschieden haben, kein Auto zu haben.

      Wetter zählt bei den Ausreden auch gern in beliebiger Form, hab ich so die Erfahrung gemacht: Zu kalt, zu nass, zu windig, zu heiß …. 🤪

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